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Quelle: www.hueseyinart.com

Ausstellung von Hüseyin Işık: Drei Tage vor Auschwitz!

“Drei Tage vor Auschwitz“ ist Name der Ausstellung von Hüseyin Işık. Diese Ausstellung wird am 9. November 2017 (Donnerstag) und um 18:00 Uhr geöffnet sein. Mit Lesung, Musik und Erzählung, Buffet - mit freier Spende zugunsten der obdachlosen-Direkthilfe YES WE CARE vienna des Verein M.U.T. Die Ausstellung ist bis zum 10. Dezember geöffnet.

Wien - Die Ausstellung “Drei Tage vor Auschwitz“ zeigt alltägliche Szenen aus dem Leben von Menschen, die später ins Vernichtungslager Auschwitz transportiert und dort ermordet wurden. Sie werden ergänzt um vergleichbare Bilder aus dem heutigen Alltag. Wir können nie wissen was morgen passieren wird. Wenn wir nicht wachsam sind, droht uns große Gefahr! Jeder Tag kann “Drei Tage vor Auschwitz“ sein! “Drei Tage vor Auschwitz“ ist Name der Ausstellung von Hüseyin Işık. Diese Ausstellung wird am 9. November 2017 (Donnerstag) und um 18:00 Uhr geöffnet sein. Mit Lesung, Musik und Erzählung, Buffet - mit freier Spende zugunsten der obdachlosen-Direkthilfe YES WE CARE vienna des Verein M.U.T. Der gesamte Erlös der Spendenaktion wird in Hygieneartikel und warme Unterwäsche umgewandelt und direkt an die betroffenen obdachlosen Menschen weiterverteilt.

Wer ist Hüseyin Işık?

Den unten stehenden Text hat ihm sein Zwilling ins Ohr geflüstert. Hüseyin Işık hat ihn nur aufgeschrieben. Und wir teilen gerne hier diesen Text mit Ihnen.

Işık wurde Anfang der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts in einem kleinen kurdischen Dorf geboren. Wann genau? Er weiß es auch nicht. Die ganze Familie emigrierte kurz darauf nach Istanbul. Bevor er zur Volksschule ging, entstand seine erste Zeichnung an der Wand, und er bekam seine erste Ohrfeige dafür. Von diesem Moment an begann er überall, mit allem, was ihm in die Finger kam zu zeichnen und handelte ihm noch mehr Ärger ein. 1975 wurde Işık seine erste Kurzgeschichte veröffentlicht, ein Jahr später seine erste Karikatur. Er begann damals als Karikaturist für verschiedene Zeitungen zu arbeiten. In der Türkei herrschte Bürgerkrieg, der im Militärputsch von 1980 gipfelte. Alles war verboten! Damals begann er an der Universität für Angewandte Kunst Graphik zu studieren. Als Karikaturist und Zeichner war er sowohl für große Tageszeitungen als auch für verbotene Zeitschriften tätig. Im Jahre 1984 nahm er gemeinsam mit anderen Karikaturisten an einer Wanderausstellung gegen die Todesstrafe teil.

1988 kam Hüseyin Işık nach Wien – in eine andere Welt mit anderen Menschen und einer anderen Realität, in ein balkanisiertes Mitteleuropa mit türkischem Kaffee. Ab Mitte der 1990er Jahre stellte er regelmäßig zu den Themen Identität, Rassismus, Fremdsein aus. Işık entwickelte eine Liebe zu öffentlichen Räumlichkeiten – zu Straßen, Gassen, Plätzen, Krankenhäusern, Universitäten, Volksschulen, Theatersälen, U-Bahnen, Bibliotheken, Bahnhöfen, Bussen, Baustellen… und zu einer anderen Art von Erzählungen. Die Stadt entdecken, dunkle Seiten zum Leuchten bringen, Frühstück als Kunst genießen. Er war Polizist bei der Ausweiskontrolle, brachte Skulpturen mit Sprengstoff zur Explosion, ermordete Kerzen durch den Entzug von Sauerstoff, errichtete Grenztore auf freiem Feld, brachte Bilder um für eine poetische Gerechtigkeit, ersteigerte zum Tode verurteilte Menschenrechtsaktivisten für die Freiheit, schrieb Chatprogramme ohne Strom und Kabel, nur mit Papier und Stift...

Lebt er seit 2003 am Friedrichshof im Burgenland und arbeitet als Zeichner, Illustrator, Karikaturist für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften tätig. Mitbegründer einiger Printmedien. Die Ausstellung kann bis zum 10. Dezember 2017 besucht werden. (Quelle: www.hueseyinart.com)


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9. November 2017, Donnerstag
Um 18:00 Uhr

Verein M.U.T.
Rechte Wienzeile 37, 1040 Wien


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