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Filmvorführung: Die Kinder von Vank

“Die Kinder von Vank“, der neue Film der Regisseurin Nezahat Gündoğan kann bereits der Öffentlichkeit vorgeführt werden. Nezahat Gündoğan wurde bekannt, als sie im 2010, 72 Jahre nach dem Massaker von Dersim, mit den Dokumentationen “Zwei Haarbüschel-Die verschollenen Töchter von Dersim“ (İki Tutam Saç-Dersim‘in Kayıp Kızları) und Hay Way Zaman (2013) Aufsehen erregte.

Wien - “Initiativgruppe der ArmenierInnen“ und “Föderation der Aleviten Gemeinden in Österreich (AABF)“ organisieren am 29. Mai eine Filmvorführung. Ein neuer Dokumentarfilm von Miraz-Produktion: “Die Kinder von Vank (Vank'ın Çocukları).“ Im Anschluss macht Ani Gülgün-Mayr (von ORF III) mit dem Regisseurin Nezahat Gündoğan und der Produzent Kazım Gündoğan einem Interview auch.

Die Kinder von Vank“, der neue Film der Regisseurin Nezahat Gündoğan kann bereits der Öffentlichkeit vorgeführt werden. Nezahat Gündoğan wurde bekannt, als sie im 2010, 72 Jahre nach dem Massaker von Dersim, mit den Dokumentationen “Zwei Haarbüschel-Die verschollenen Töchter von Dersim“ (İki Tutam Saç-Dersim‘in Kayıp Kızları) und "Hay Way Zaman" (2013) Aufsehen erregte.

Es geht in o.a. Dokumentarfilm um die ArmenierInnen von Dersim, die den Völkermord vom 1915 überlebt hatten und in den Jahren 1937/ 38 von den Massakern und Verfolgungen in Dersim abermals heimgesucht wurden. Das Kloster zum Heiligen Garabed (Halvori Surp Garabed Vank), das vermutlich im 9. Jahrhundert erbaut worden war, blieb nach 1915 als einzige nicht zerstörte christliche Gebetsstätte von Dersim noch bestehen. Im 1937 wurde es jedoch zerbombt. Der Geistliche des Klosters wurde vorerst festgenommen, wurde aber im 1938 gemeinsam mit den armenischen und alevitischen Dorfbewohnern umgebracht. Das Kloster Vank wurde zur Gänze zerstört.

Von der armenischen Dorfbevölkerung überlebten nur mehr eine handvoll Erwachsene und einige Kinder das Blutbad. Sie wurden von den Behörden eingesammelt und in verschiedene Provinzen der Türkei deportiert. Entsprechend der Türkisierungs- und Islamisierungspolitik des türkischen Staates wurden zuerst die armenischen Personennamen durch Türkische ersetzt. Dann wurden die Deportierten gezwungen, in Islam zu übertreten. Das Produktionsteam dieses Dokumentarfilmes verfolgte die Spuren der armenischen Überlebenden des Dersimer Massenmordes bis nach Konya, Bolu, Istanbul, Izmir und Dersim, interviewte sie und zeichnete ihre Geschichten auf.

Die Kinder von Vank“ erzählt die Geschichte der islamisierten Kinder und Enkelkinder von ArmenierInnen in Dersim, die die beiden Massenmorde von 1915 und 1938 überlebt hatten. Das traumatische Leben der folgenden Generationen, ihre zerstörten Erinnerungen und die Suche nach ihren Wurzeln, die sie nach Dersim führte.

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Montag, 29. Mai 2017
Um 18:00 Uhr

ÖGB-Grosser Saal
Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien


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